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Makler, Vertreter, oder selbst über ein Portal?

Drei Wege, und keiner ist für alle richtig. Wir sind Makler, also haben wir ein Interesse. Deshalb steht hier auch, wann die anderen beiden Wege besser sind.

Was ist der Unterschied zwischen Versicherungsmakler und Vertreter?

Ein Versicherungsvertreter arbeitet im Auftrag eines Versicherers und vermittelt dessen Produkte. Ein Versicherungsmakler ist nach § 93 HGB Sachwalter des Kunden, arbeitet in dessen Auftrag und vergleicht den Markt. Beide werden aus dem Beitrag bezahlt. Der Unterschied liegt nicht im Preis, sondern in der Bindung.

Der Vertreter

Er sitzt oft im Ort, ist erreichbar und kennt seine Produkte genau. Er darf dir aber nicht das beste Angebot am Markt zeigen, selbst wenn er wollte, weil er an sein Haus gebunden ist.

Wann er die richtige Wahl ist: Wenn du mit deinem Versicherer zufrieden bist, alles aus einer Hand willst und persönliche Nähe vor Auswahl geht.

Das Vergleichsportal

Schnell, transparent im Preis, rund um die Uhr verfügbar. Es sortiert nach Beitrag, weil Beitrag die einzige Größe ist, die sich einfach vergleichen lässt. Bedingungswerke, Leistungsauslöser und Ausschlüsse lassen sich schlecht in eine Zahl pressen. Und im Leistungsfall stehst du allein.

Wann es die richtige Wahl ist: Bei einfachen, austauschbaren Verträgen mit klarem Leistungsbild. Eine Haftpflicht über ein Portal abzuschließen ist völlig in Ordnung, und wir würden dich davon nicht abhalten.

Der Makler

Er arbeitet in deinem Auftrag, vergleicht, dokumentiert seine Empfehlung und haftet für sie. Er kostet dich nichts extra, siehe Was kostet ein Makler?

Wann er die richtige Wahl ist: Sobald mehrere Verträge zusammenspielen müssen, sobald biometrische Risiken im Spiel sind, also Berufsunfähigkeit, Kranken- und Lebensversicherung, und immer dann, wenn du im Leistungsfall nicht allein verhandeln willst.

Lohnt sich ein Versicherungsmakler oder reicht ein Vergleichsportal?

Für einfache Verträge wie eine Privathaftpflicht reicht ein Portal. Sobald mehrere Verträge aufeinander abgestimmt werden müssen oder biometrische Risiken wie Berufsunfähigkeit dazukommen, entscheidet die Qualität der Bedingungen über die Leistung, und die vergleicht ein Portal nicht.

Und was ist mit ETFs? Ich mache das selbst

Vorweg: Wer selbst investiert, macht nichts falsch. Der Gedanke, der uns interessiert, ist ein anderer.

Was glaubst du, wie man Fondsmanager wird? Die meisten nennen dann Ausbildung, jahrelangen Weg, Expertenstatus. Und trotzdem schafft es die Mehrheit von ihnen nicht, den Markt dauerhaft zu schlagen.

Wenn du selbst auswählst, wer ist dann der Fondsmanager? Und wenn der Experte es statistisch nicht schafft: wie hoch schätzt du die Wahrscheinlichkeit, dass jemand nach eigener Recherche konsistenter handelt als er?

Das ist kein Argument gegen ETFs. Ein breiter, kostengünstiger Index ist für viele Ziele genau richtig, und wir sagen das auch im Gespräch. Es ist ein Argument dafür, vorher zu klären, welches Geld überhaupt an einer Marktentwicklung hängen darf.

Die eigentliche Frage lautet: Gibt es Dinge in deinem Leben, für die du sofort dein Geld einsetzen würdest? Eine Hochzeit, ein Kind, eine Krankheit in der Familie, das Eigenheim. Und was davon darf am Verlauf eines einzelnen Jahres hängen?

Eine Sprachregelung, die uns wichtig ist

Wir nennen uns ungebunden, nicht unabhängig. Nach aktueller Rechtsprechung ist „unabhängiger Makler" für Versicherungsmakler angreifbar, weil wir aus der Courtage bezahlt werden. Ungebunden trifft es genauer: Wir sind an keinen Versicherer gebunden.

Wenn du unsicher bist, welcher Weg deiner ist.

Wir sagen dir auch, wenn ein Portal für deinen Fall reicht. Das kostet uns nichts und dir eine halbe Stunde.

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